Registrierkassenpflicht

Wann kommt die Pflicht für Gastronomie, Einzelhandel und Friseure, eine Kasse zu führen?

Kassensystem POSSUM12 TSE offline ohne Internet

Warum gibt es eine Kassenpflicht in Deutschland?

Eins vorneweg. Bis dato gibt es diese noch nicht. Es gibt weder ein Gesetz, eine Verordnung noch ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums (kurz: BMF), dass die Pflicht eine Kasse zu benutzen besteht. Allerdings werden immer mehr Stimmen laut, dass diese doch endlich kommen solle.

Doch warum sollte es soweit kommen?

  • Anforderungen an "händische Buchführung" oder offene Ladenkasse so hoch, dass Sie so gut wie nicht machbar ist
  • Belegausgabepflicht gilt auch bei offener Ladenkasse
  • Gleichberechtigung für alle, die eine Kasse anschaffen musste oder ggf. umrüsten haben müssen in 2020
  • Manipulation ist einfacher ohne Kassensystem
  • Betriebsprüfungen sind schwieriger ohne POS-System

Ab wann gilt die Kassenpflicht?

Noch ist keinerlei Datum bekannt, ob und wann die Registrierkassenpflicht kommt. Erste Stimmen deuten allerdings an, dass diese voraussichtlich bis spätestens 2024 bekannt gegeben werden könnte. Erste Entwürfe liegen wohl bereits vor. Offiziell ist allerdings noch nichts.

Bis jetzt gibt es also noch keinerlei Pflicht, eine Kasse im Betrieb einzusetzen. Es ist allerdings sehr schwierig, alle gesetzlichen Anforderungen ohne eine Registrierkasse umzusetzen. Die einzige Pflicht, die es momentan gibt, ist die TSE Kassenpflicht. Also die Pflicht, eine TSE in das eigene System einzusetzen. Diese TSE verschlüsselt die Daten, die in der Kasse verarbeitet und abgelegt werden. Mehr dazu allerdings im nächsten Abschnitt.

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TSE Kassenpflicht - wer muss eine TSE Registrierkasse haben?

Bereits in den letzten Jahren gab es vielerlei Änderungen rund um den Kassenmarkt in Deutschland aber auch anderen Ländern wie Österreich und Frankreich. Bereits 2015 wurde in Deutschland die GDPdU eingeführt, welche den Unternehmer (Gastronom, Einzelhändler, Dienstleister oder Kleinsunternehmer) dazu verpflichtete, sämtliche Daten aus dem System nicht mehr nur ausgedruckt, sondern fortan digital vorzuhalten. Dadurch sollten Betriebsprüfungen und deren Aufwand minimiert werden. Durch das Einlesen von Daten über Jahre hinweg wurden das manuelle zusammen suchen von Daten aus hunderten von Berichten vereinfacht.

2017 wurde die GDPdU dann letztendlich durch die GoBD abgelöst, die diese wiederum präzisiert hatte und weitere Anforderungen hatte. Bereits dort wurde klar, dass dies nicht das Ende der Fahnenstange sein sollte. Dies waren lediglich die Grundsteine zu dem, was noch kommen sollte. 2018 wurde das Recht zur Kassennachschau verabschiedet, welche es einem Beamten jederzeit erlaubt, die Korrektheit der Kasse durch einen Kassensturz zu prüfen. 2020 wurde durch die TSE Sicherheitseinrichtung letztlich verhindert, dass die nach GoBD erfassten Daten letztlich auch vor Manipulation geschützt werden. Dadurch, dass diese TSE-Daten und der Nachweis auch auf dem Kassenbeleg erfasst werden muss und durch einen QR-Code einfacher nachvollziehbar ist, wurde damit auch die letzte Lücke geschlossen. Mit einem Kassensystem Ordnungswidrigkeiten zu begehen ist damit nicht mehr möglich. Die Mehreinnahmen des Stattet sind im zweistelligen Milliardenbereich erwartet.

Das letzte was daher nur noch fehlt, ist die generelle Pflicht für alle Unternehmer eine Kasse zu führen. Erst dann ist der gesamtdeutsche Markt transparent und eine Steuergerechtigkeit geschaffen.