TSE Pflicht für Kassen

Jedes System benötigt eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung gemäß der Kassensicherungsverordnung

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Kassensystem POSSUM12 TSE offline ohne Internet

Was ist eine technische Sicherheitseinrichtung (TSE)?

Eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (oder einfach "TSE") ist ein Sicherheitschip, der verhindert, dass Daten in der Kasse manipuliert werden. Manipulieren bedeutet im Zusammenhang mit einer Registrierkasse nichts anderes, als dass die Daten, die in die Kasse eingetippt worden sind, nachträglich geändert oder gelöscht werden. Seit dem 01.01.2020 besteht eine Pflicht zur Benutzung einer TSE gemäß der Kassensicherungsverordnung (kurz: KassenSichV), wie das BSI in seinen offiziellen FAQ bestätigt.

Diese verschlüsselt dann alle Daten in der Kasse. Daraus resultieren auch die längeren Kassenzettel und die kryptischen langen Zahlenfolgen mit Buchstaben, mit denen ein normaler Bürger nichts anfangen kann. Diese scheinbar belanglosen Zahlen bezeugen, dass die Daten durch den Chip verschlüsselt worden sind.

Warum gibt es eine TSE?

Lange Zeit wurden Daten im Nachhinein gefälscht, sodass die Steuerlast des Unternehmens wesentlich niedriger war, als die tatsächliche. So entgingen dem Fiskus jährlich Schäden in höhe von mehreren Milliarden Euro. So kam es dazu, dass nach dem GoBD Kassenstandard der Staat mittels Verschlüsselungstechniken den Betrug an Kassen vorbeugen konnte. Die technischen Details dazu wurden in der vom BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) veröffentlichten technischen Richtlinie TR-03153 festgehalten.

Die TSE besteht aus drei Bestandteilen:

  1. Sicherheitsmodul
  2. Speichermedium
  3. einheitliche digitale Schnittstelle

Eine aktuelle Liste der zertifizierten Produkte führt das BSI im Bereich Technische Sicherheitseinrichtungen.

 

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Warum gibt es eine TSE?

Lange Zeit wurden Daten im Nachhinein gefälscht, sodass die Steuerlast des Unternehmens wesentlich niedriger war als die tatsächliche. Insbesondere sogenannte "Zapper-Software" ermöglichte das gezielte Löschen oder Verändern von Buchungen, wie auf der Branchenseite Steuerhinterziehung Gastronomie dokumentiert ist. So entgingen dem Fiskus jährlich Schäden in Höhe von mehreren Milliarden Euro.

So kam es dazu, dass nach dem GoBD Kassenstandard der Staat mittels Verschlüsselungstechniken den Betrug an Kassen vorbeugen konnte. Die technischen Details dazu wurden in der vom BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) veröffentlichten technischen Richtlinie TR-03153 festgehalten.

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Was müssen Sie tun? Vorteile Hardware TSE

Zunächst einmal benötigen Sie ein Kassensystem, welches mit einer TSE ausgerüstet werden kann. Die Software sollte zudem den DSFinV-K Datenstandard beherrschen, der vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) als einheitliche digitale Schnittstelle vorgegeben wird. Die TSE selbst (vom Hersteller Swissbit oder Bundesdruckerei) kann direkt in die Kasse eingesetzt werden. Diese hat dabei die Form eines USB-Sticks oder einer MicroSD Karte. Die Art der TSE bzw. der Formfaktor spielt bei den POSSUM Systemen keine Rolle.

Die Hardware TSE hat dabei den Vorteil, dass Sie nahezu ausfallsicher ist. Das heißt, dass Sie unabhänhig von einer funktionierenden Internetverbindung und Serverproblemen arbeiten können. Datensicherungen können Sie dennoch etwa auf einen USB Stick, externen Computer oder ins DATEV meinFiskal Rechenzentrum (optional) sichern.

Im Übrigen:

Hardware TSEs sehen meist auf den ersten Blick teurer als die Online TSE aus. Allerdings müssen Sie berücksichtigen, dass ein monatlicher Betrag auf eine Laufzeit von beispielsweise 5 Jahren ca. 900€ ausmacht (vgl. div. Cloud-Systemanbieter bei durchschnittlich 14,90€ pro Monat pro TSE) - im Vergleich: eine Hardware TSE kostet etwa 350€. Die Hardware ist also um Welten günstiger.

TSE Frist 30.09.2020

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Sie mit der Umrüstung bis zum 31.03.2021 warten durften. Einen solchen Sicherheitschip hätte man bis zum 31.09.2020 (abhängig je nach Bundesland; ggf. sogar 30.08.2020) bestellen müssen. Nur so konnte man einer Strafzahlung entgehen, die eines Tages auf einen zukommen.

Wir - als Kassenfachhändler - hatten dann Zeit bis zum 31.03.2021 diese Aufträge abzuarbeiten.

Im Übrigen: Hier finden Sie alle Daten und Fakten zur allgemeinen Registrierkassenpflicht.

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TSE-Zertifikate laufen aus: Was Sie 2025 bis 2028 wissen müssen

Die ersten zertifizierten TSEs erreichen ab 2025 das Ende ihrer fünfjährigen Zertifikatslaufzeit. Betreiber müssen ihre TSE rechtzeitig austauschen, um weiterhin gesetzeskonform zu arbeiten. Ein detaillierter Leitfaden für den Austauschprozess findet sich bei Fiscal Solutions zum deutschen TSE-Replacement 2025 bis 2028. Wir empfehlen, frühzeitig mit unseren Kassenexperten Kontakt aufzunehmen, um Ausfallzeiten zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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